Die häufigsten Bankdrücken-Fehler (und wie du sie konkret behebst)
Die 6 häufigsten Fehler beim Bankdrücken: warum sie passieren, was sie kosten (Leistung oder Verletzungsrisiko) und jeweils eine konkrete, umsetzbare Korrektur.

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Die häufigsten Bankdrücken-Fehler (und wie du sie konkret behebst)
Die häufigsten Fehler beim Bankdrücken sind Ellbogen, die zu weit seitlich stehen, falsche Griffweite, fehlende Spannung (keine Schulterblatt-Retraktion), zu flaches oder übertriebenes Arch, fehlender Leg Drive sowie unkontrollierte Geschwindigkeit oder Abprallen der Stange. Jeder Fehler kostet entweder Kraftpotenzial oder erhöht das Verletzungsrisiko — im Artikel erkläre ich warum und nenne pro Fehler eine konkrete, sofort umsetzbare Korrektur.
Hinweis: Nutze gern eine App zur Aufzeichnung deiner Technik; [RepBro] kann dabei helfen. Für Vergleiche von Varianten siehe https://www.repbro.app/vs
Warum fliegen meine Ellbogen beim Drücken nach außen?
Warum passiert das: Viele drücken die Stange von der Brust weg, indem sie die Ellbogen nach außen öffnen. Oft aus Gewohnheit oder weil die Brustmuskulatur „dominieren“ soll. Was es kostet: Ellbogenwinkel deutlich größer als 45° erhöht die Belastung des vorderen Schultergelenks und reduziert Hebelinnengrad, wodurch Kraft verloren geht und Schulterprobleme häufiger werden. Konkreter Fix: Halte den Ellbogenwinkel bei etwa 30–45°. Übe mit leichten Sätzen: bewusst Ellbogen leicht schräg zum Körper bringen (nach unten/innen), bis sich die Stange in einer Linie über dem unteren Brustbein bewegt. Cue: Brust raus, Ellbogen in Richtung Hüfte drücken.
Warum ist meine Griffweite falsch (zu breit oder zu eng)?
Warum passiert das: Viele übernehmen die Griffweite anderer oder wählen zu breit für vermeintlich mehr Brustreizen. Was es kostet: Zu breit erhöht Schulterabduktion und Belastung; zu eng macht die Bewegung zu sehr trizepslastig und verkürzt den Bewegungsradius ineffizient. Konkreter Fix: Starte mit 1,25–1,5× deiner Schulterbreite. Mach einen Test: Wenn die Stange auf der Brust ruht, sollten die Unterarme senkrecht zum Boden stehen. Passe dann in 2–5 cm-Schritten an und notiere das Ergebnis.
Warum rutsche ich auf der Bank oder habe kein Spannungsgefühl (Schulterblätter nicht retrahiert)?
Warum passiert das: Viele legen sich flach hin und konzentrieren sich nur auf die Stange anstatt auf Körperspannung. Was es kostet: Fehlende Spannung reduziert Hebelkraft, erhöht Brust- und Schultereinsatz und steigert das Risiko für instabile Pressphasen. Konkreter Fix: Vor jedem Satz 2–3 Sekunden aktiv die Schulterblätter zusammenziehen und „Brust zur Decke“ heben; Schulterblätter bleiben während des Satzes zusammen. Stell dir vor, du willst eine Orange zwischen Schulterblättern zerquetschen. Spanne 80–90% der maximalen Kraft an, bevor du das erste Wiederholung beginnst.
Warum habe ich kein Leg Drive oder falsche Fußstellung?
Warum passiert das: Viele denken Bankdrücken sei reine Arm-/Brustarbeit und stellen die Füße schlecht oder heben sie. Was es kostet: Kein Leg Drive kostet 5–15% an Übertrag von Kraft vom Unterkörper und erschwert die Stabilität; bei schweren Sätzen steigt das Risiko für Hüft- und Rückenkompensation. Konkreter Fix: Stell die Füße flach auf den Boden, so dass die Knie etwa 90° sind oder leicht hinter der Hüfte. Übe „Beine drücken“: vor dem Wegdrücken mit den Füßen fest in den Boden drücken und diese Kraft in die Hüfte/Brust übertragen. Bei Anfänger-Sätzen bewusst 1–2 Sekunden Fußdruck vor dem Pressen halten.
Warum arten meine Wiederholungen in „Abprallen“ an der Brust aus?
Warum passiert das: Kontrolle geht verloren, oft aus Nervosität oder um mehr Gewicht zu bewegen. Was es kostet: Abprallen reduziert die Muskulaturspannung, trainiert nicht die volle exzentrisch-koordinative Kontrolle und erhöht Brust-/Rippenverletzungsrisiken. Konkreter Fix: Tempo einführen: 2 s kontrolliertes Absenken, 0–1 s Berührung, 1 s kontrolliertes Hochdrücken. Bei schwereren Sätzen lasse dir von einem Spotter helfen, aber trainiere bewusst ohne Abprall.
Warum habe ich zu viel Hohlkreuz oder sitze zu flach?
Warum passiert das: Manche suchen maximalen Powerlifting-Arch oder denken flachlegen ist immer richtig. Was es kostet: Zu großer, unkontrollierter Arch kann die Wirbelsäule stark belasten; zu flach mindert Hebelvorteil und Schulterstabilität. Konkreter Fix: Finde eine moderate, reproduzierbare Position: Schulterblätter zusammen, Brust hoch, ein leichter Arch in der Lendenwirbelsäule, sodass der Kopf, die Schultern und der Po stabil Kontakt zur Bank haben. Ziel: Hüfte nicht übermäßig anheben; Arch so groß, dass du dich stabil fühlst, typischer Messwert bei vielen: 5–8 cm Unterschied zwischen Bauch und Bankkante, aber orientiere dich primär am Komfort und an fehlender Schmerzreaktion.
Sicherheitshinweis: Wann aufhören und wen fragen?
Stoppe das Training sofort bei scharfen, stechenden oder ungewöhnlichen Schmerzen. Konsultiere bei anhaltenden Beschwerden eine qualifizierte Fachperson (Physiotherapeut oder Sportmediziner). Keine Diagnose hier — nur praktische Technikhinweise.
Abschließend noch zwei kurze Tests, die du heute machen kannst: 1) Ein Satz mit 50% deines üblichen Arbeitsgewichts, Fokus auf Ellbogenwinkel 30–45°, kontrolliertes Tempo, 2) Ein Satz mit bewusstem Leg Drive und Schulterblatt-Retraktion — notiere Unterschiede in Stabilität und Reichweite.
Ehrliche takeaway-Zusammenfassung: Kleine, konkrete Technikänderungen (Ellbogenwinkel, Griffweite, Spannung, Fußdruck, Tempo) bringen sofort bessere Hebel und reduzieren Verletzungsrisiko — teste eine Änderung pro Woche und notiere die Wirkung.
Frequently asked questions
- Wie breit sollte meine Griffweite beim Bankdrücken sein?
- Als Ausgangspunkt nimm 1,25–1,5× deine Schulterbreite; Hände so platzieren, dass Unterarme senkrecht zum Boden stehen, wenn die Stange auf der Brust ist.
- Sollte ich einen großen Hohlkreuz-Arch beim Bankdrücken haben?
- Ein moderates, kontrolliertes Hohlkreuz ist ok und kann Kraft bringen; übertriebenes Arching setzt Rücken und Wirbelsäule anders belastet ein. Ziel: stabile Spannung, keine Schmerzen.
- Wie schnell soll ich die Wiederholung ausführen?
- Ein praktikabler Tempo-Vorschlag: 2 s kontrolliertes Absenken, 0–1 s kurze Pause auf der Brust, 1 s kontrolliertes Drücken. Für schwere Sätze evtl. 1 s konzentrisch.


