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Ein kompletter 4‑Tage Upper/Lower‑Plan: Wochenplan, Übungen, Progression

Konkretes 4‑Tage Upper/Lower‑Programm: Wochenaufteilung, Übungsauswahl, Sätze/Wdh, Progressionsregeln und für wen der Split ungeeignet ist.

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Photo by RepBro.

Ein kompletter 4‑Tage Upper/Lower‑Plan

Kurz und direkt: Ja — ein 4‑Tage Upper/Lower‑Programm (z. B. Upper A / Lower A / Upper B / Lower B verteilt auf 4 Tage) ist eine simple, effektive Struktur für Muskelaufbau und Kraftsteigerung, die jede Muskelgruppe zweimal pro Woche trifft und sich gut für trainierte Anfänger bis Fortgeschrittene eignet.

Wie sieht die konkrete Wochenaufteilung aus?

  • Tag 1 (Mo): Upper A (Oberkörper, Schwerpunkt Druck/Zug ausgewogen)
  • Tag 2 (Di): Lower A (Beine — Schwerpunkt Kniebeuge/Beinpressen, Hüftstrecker)
  • Tag 3 (Mi): Ruhe oder aktive Regeneration
  • Tag 4 (Do): Upper B (Oberkörper mit Variation der Hauptübungen)
  • Tag 5 (Fr): Lower B (Variationen, z. B. Kreuzheben/Frontkniebeuge)
  • Tag 6–7 (Sa/So): Ruhe / leichte Aktivität

Alternative: Training Mo/Do/Di/Fr (zwei Tage in Folge, dann zwei Tage Pause) funktioniert auch, solange du 48–72 Stunden zwischen ähnlichen Stimuli einhältst.

Welche Übungen und warum (Übungsauswahl‑Logik)?

Grundprinzip: 2–3 mehrgelenkige Basisübungen pro Einheit + 3–4 Assistenzübungen.

Upper A (Beispiel):

  • Bankdrücken flach oder Schulterdrücken 4×4–6 (Kraft)
  • Langhantelrudern 4×6–8
  • Schrägbank Kurzhantel 3×8–10
  • Latzug / Klimmzüge 3×6–10
  • Face Pulls 3×12–15
  • Bauch 2×15

Lower A (Beispiel):

  • Kniebeuge 4×4–6
  • rumänisches Kreuzheben 3×6–8
  • Beinpressen 3×8–12
  • Wadenheben 3×12–15
  • Bauch / Hüftbeuger 2×12–15

Upper B (Variation):

  • Schulterdrücken 4×4–6
  • Klimmzüge 4×6–8
  • Schrägbank 3×8–10
  • Einarmiges Rudern 3×8–10
  • Seitheben 3×12–15

Lower B (Variation):

  • Kreuzheben (konventionell oder Sumoversion) 3–4×3–5
  • Frontkniebeuge oder Goblet Squat 3×6–8
  • Beinbeuger 3×8–12
  • Glute Bridge / Hip Thrust 3×8–12
  • Waden 3×12–15

Logik: Hauptübungen geben mechanische Spannung (Kraft/Hypertrophie). Assistenzübungen füllen Bewegungsbereiche, korrigieren Schwächen und erhöhen Volumen.

Welche Satz‑/Wiederholungsbereiche und Intensitäten gelten?

  • Hauptübungen (Kraft): 3–5 Sätze × 3–6 Wdh bei RPE 7–9 oder 80–90% 1RM.
  • Hypertrophie‑Sätze: 3–4 Sätze × 6–12 Wdh bei RPE 7–9.
  • Accessoires: 2–3 Sätze × 10–20 Wdh bei RPE 6–8.
  • Pausen: 2–3 min bei schweren Sätzen, 60–90 s bei Assistenz.

Konkret: Kniebeuge 4×5 @ RPE 8, Bankdrücken 4×5 @ RPE 8, Rudern 4×6–8 @ RPE 8.

Wie soll die Progression konkret aussehen?

Regel 1 — Priorisiere Progression auf die Hauptübungen.

  • Lineare Progression: Wenn du alle Sätze einer Übung sauber schaffst (z. B. 4×5 ohne Formverlust), erhöhe das Gewicht beim nächsten Training: Beine +5 kg (≈11 lb), Oberkörper +2.5 kg (≈5 lb). Falls du keine 2.5 kg Scheiben hast, nutze 1.25 kg Scheiben.

Regel 2 — Alternative: Wiederholungs‑Progression.

  • Steigere die Wiederholungen zuerst (z. B. Ziel 4×8; wenn du 4×8 erreicht hast, erhöhst du das Gewicht und gehst wieder auf 4×6–8).

Regel 3 — Accessoires nach Volumen.

  • Erhöhe Wiederholungen oder Sätze bis zu einem praktischen Maximum (z. B. 3×12 → 4×12). Wenn du am oberen Ende bist, erhöhe das Gewicht minimal.

Regel 4 — Deload & Tests.

  • Nach 4–8 Wochen intensiver Progression plane eine leichtere Woche (Deload, −30–50% Volumen oder Intensität) oder teste ein 1RM-ähnliches Set, wenn das Ziel Kraft ist.

Wie dokumentiere und tracke ich Fortschritt praktisch?

Schreibe jedes Training auf (Gewichte, Sätze, Wdh, RPE). Nutze ein Tool wie RepBro zum Import/Tracking, damit du systematisch steigern und Plateaus erkennen kannst.

Welche Sicherheitsregeln gelten bei der Übungsausführung?

Kurze Form‑Safety‑Hinweise: Stoppe bei scharfen Schmerzen, nie bei gewöhnlicher Muskelermüdung. Achte auf sauberen Bewegungsumfang und progressives Aufwärmen vor schweren Sätzen. Bei Unsicherheit oder anhaltenden Beschwerden konsultiere eine qualifizierte Fachkraft (Physio/Trainer).

Für wen ist dieser Split ungeeignet?

  • Absolute Anfänger: Wer unter 6–12 Monaten konsequentem Training steht, ist mit 2–3 Ganzkörper‑Einheiten/Woche besser bedient. Einfache Progression ist dort leichter.
  • Personen mit sehr schlechter Erholung: Wenn Schlaf, Ernährung oder Stress es nicht zulassen, 4×/Woche hohe Intensität zu ertragen, wähle 3×/Woche oder reduziere Volumen.
  • Spezialisierungswünsche: Wer sich auf einen einzelnen Wettkampfdisziplin (z. B. Powerlifting mit Fokus auf 3‑Tage‑Peaks) vorbereitet, braucht oft spezifischere Periodisierung.
  • Reha‑Fälle: Bei akuten Verletzungen oder speziellen orthopädischen Problemen zuerst mit Therapeuten arbeiten.

Wie oft anpassen und wann wechseln?

Bleibe 6–12 Wochen bei einer Variante, dokumentiere Fortschritte: Steigen Kraft/Volumen, bleib dran. Wenn du stagniert oder Motivation/Erholung leidet, ändere die Übungen, reduziere Volumen oder füge mikroperiodisierung (z. B. 3 Wochen Belastung, 1 Woche leichter) ein.

Ehrliche Takeaway: Ein gut strukturierter 4‑Tage Upper/Lower‑Plan bietet klare Progressionspfade und ausreichende Frequenz für die meisten Fortgeschrittenen, ist aber nicht die beste Wahl für absolute Anfänger oder Personen mit schlechter Erholung.

Frequently asked questions

Wie oft pro Woche sollte ich jeden Muskel treffen?
Mit einem 4‑Tage Upper/Lower triffst du jeden Muskel indirekt 2x/Woche. Das ist ein guter Kompromiss zwischen Frequenz und Erholung für die meisten Fortgeschrittenen.
Sollte ich mit Prozenten des 1RM oder RPE arbeiten?
Beide funktionieren. RPE ist praktischer im Alltag; für lineare Kraftsteigerung kannst du gezielte % (z. B. 80–85% 1RM für Kraft) nutzen.
Wie lange brauche ich pro Trainingseinheit?
Plane 60–90 Minuten ein: 2–3 schwere Grundübungen plus 3–4 Assistenzübungen, inklusive Aufwärmen und Pausen.

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